Terminplanung im Projektmanagement

Dieser Artikel ist Teil 1 von 5 der Artikelserie Terminplanung |

Gerade in technischen Projekten ist es das A und O, Termine einzuhalten – aus meiner Sicht ist das sogar wichtiger, als den Kostenrahmen einzuhalten. In der Praxis sehe ich aber viele Terminpläne, die nicht wirklich dazu geeignet sind, ein Projekt zu steuern und eine vernünftige Aussage über den Fertigstellungstermin zu machen. Grund genug, hier in meinem Blog das Thema Terminplan und Terminplanung anzugehen.

Was genau muss ein Terminplan im Projektmanagement leisten?

Ein guter Terminplan bildet ab, wie im Projekt vorgegangen werden soll: Welchen Lösungsweg hat das Projektteam gewählt, um den Projektauftrag zu erfüllen? Er muss die Frage beantworten, wann das Projekt beendet ist und welches Ergebnis stehen muss. Und er muss eine Aussage darüber leisten, wie lange die einzelnen Schritte dauern.

Wie sieht ein Terminplan aus?

Die bekannteste Form ist das Balken-Diagramm oder Gantt-Diagramm. Die letzte Bezeichnung ist abgeleitet von Henry Laurence Gantt, der diese Art der Darstellung um das Jahr 1900 entwickelt hat. In so einem Balkenplan wird jeder Vorgang, jede Tätigkeit, die im Projekt zu erledigen ist, mit einem farbigen Balken dargestellt.

Die Länge des Balkens gibt dabei die Dauer an, d. h. je länger ein Balken ist, desto länger dauert der Vorgang. Also ein Tag ist zum Beispiel einen Zentimeter lang. Fünf Tage sind fünf Zentimeter lang. Diese Balken sind miteinander verknüpft: Sie folgen aufeinander, so wie eben bestimmte Tätigkeiten im Projekt aufeinander folgen.

Das Gantt-Diagramm liefert eine visuelle Sicht auf den Ablauf des Projektes: Man kann sofort sehen, welche Zeit bestimmte Vorgänge in Anspruch nehmen.

Warum brauchst Du einen Terminplan?

Es gibt drei gute Gründe, warum jedem Projekt ein Terminplan zugrundeliegen sollte:

  1. Ein Terminplan liefert eine qualifizierte Aussage über das Projektende.
    Dein Auftraggeber, dein Kunde, dein Projektteam: Sie alle wollen wissen, in welchen Schritten ein Projekt zeitlich verläuft und wann es abgeschlossen ist.
  1. Der Terminplan erlaubt dir, dein Projekt zu steuern.
    Jeder von uns weiß, dass kein Projekt so abläuft, wie es im ersten Plan festgehalten wurde. Änderung ist der Normalzustand im Projekt. Dinge passieren. Sachen, die man vorgehabt habt, klappen nicht aufs erste Mal. Entwicklungsergebnisse sind nicht so, wie man sie haben möchte. Der Lieferant kommt später als geplant – usw. usw. Aber um mit dieser ständigen Änderung im Projekt umzugehen, brauche ich als Projektleiter eine Planung. Sonst kann ich nicht einordnen, ob das Risiko, das da eingetreten ist, überhaupt ein Problem darstellt und wie groß es ist. Und was ich als Gegenmaßnahme einleiten kann. Ohne einen Terminplan ist es aus meiner Sicht nahezu unmöglich, adäquat zu agieren.
  1. Ein Terminplan ermöglicht Transparenz für Entscheidungen.
    Ohne eine Terminplanung ist nicht wirklich klar, wann ich einen Entwickler, einen Konstrukteur, einen Fertigungsplaner brauche. Um eine Ressourcen-Freigabe zu entscheiden, brauche ich die Information, wann ich wen für wie lange benötige. Das sind Fragen, auf die ein guter Terminplan eine Antwort hat.

Wie man einen Terminplan in fünf Schritten erstellt, erfährst du in meinem nächsten Teil der Serie.


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